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Ein guter Tüftler gibt nie auf!

Holz in Form Niedermeier GmbH
"Wenn ein Werkstück grösser als die Hobelbank oder rund ist, lass die Finger davon. Das rechnet sich nicht", sagte Grossvater Josef Niedermeier. Rupert Niedermeier hielt sich nicht an dessen Empfehlung und spezialisierte sich auf runde Formteile aus Holz. Der Erfolg gibt ihm Recht. 
Der Schreinermeister und Geschäftsführer von Holz in Form Niedermeier GmbH mit 20 Mitarbeitenden fertigt Theken, Tresen und Treppenläufe aus Holz für Schreiner, Ladenbauer, Messe- und Innenausbauer in ganz Europa. Bei seinen Projekten helfen ihm besonders die Verbinder von Lamello. Wie er sie genau einsetzt und was er mit dem Olympiaturm in München zu tun hatte , erzählt er in diesem Interview.

 

Lamello: Herr Niedermeier, trotz der Empfehlung Ihres Grossvaters spezialisierten Sie sich auf runde Werkteile. Warum?

Zusammen mit meinem Vater arbeiteten wir in der Schreinerei und boten klassische Schreinerarbeiten an. Nebenbei tüftelten wir an speziellen, runden Formteilen herum. Das machte viel Spass und wir wurden bei unseren Schreinerkollegen dafür bekannt. Anfang der 90er Jahre entstand dann die Idee, die runden Werkarbeiten zu unserem Hauptgeschäft zu machen. Aus dieser Idee entstand 1999 die Holz in Form Niedermeier GmbH.

Was hat sich seit damals verändert?

Die Ansprüche der Kunden werden immer komplexer und bei der Realisierung ihrer Wünsche sind wir täglich aufs Neue gefordert. Das ist unglaublich spann end und führte zu vielen Weiterentwicklungen. So konstruierten wir beispielsweise eine spezielle Formteilpresse für Holzplatten. Damit können wir das Holz in fast jede Form bringen. Was vor drei Jahren noch nicht vorstellbar war, ist heute möglich. 

Die Lamello-Maschinen helfen uns bei der Umsetzung enorm und ich kann sagen: Lamello ist bei uns Standard!
Rupert Niedermeier, Geschäftsführer
Wann kamen Sie persönlich zum ersten Mal mit Lamello in Kontakt?

Als Jugendlicher half ich meinem Vater in der Schreinerwerkstatt. Bereits er arbeitete mit den Maschinen von Lamello. Seitdem wir uns ganz auf runde Formteile fokussieren, sind die Maschinen und Verbinder täglich im Einsatz. Nicht nur mit den klassischen Handmaschinen, sondern auch bei modernster CNC Technologie ist Lamello nicht mehr wegzudenken. Sie helfen uns bei der Umsetzung enorm und ich kann sagen: Lamello ist bei uns Standard!

Warum eignen sich diese Verbinder besonders für Ihre Arbeit?

Gerade bei runden Holzteilen ist die Verwendung von Spannwerkzeug umständlich. Diese können wir mit dem Tenso -Verbinder umgehen, denn sie machen ein schnelles Fixieren ohne Spannwerkzeug möglich. Auch alle weiteren Verbinder des P-Systems weisen eine geringe Einbautiefe auf und eignen sich dadurch hervorragend für enge Radien. Der Clamex und der magnetangetriebene Invis-Verbinde r sind zudem simpel in der Handhabung und wiederlösbar. Das macht auch die Montage für den Kunden zu einem Kinderspiel. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir die Nut sowohl auf der CNC als auch mit den Handmaschinen einarbeiten können. Das bietet viel Flexibilität in der Produktion.

Die P-Systemverbinder weisen eine geringe Einbautiefe auf und sind deshalb optimal für Werkstücke mit engen Radien. Wie hier bei einer Holzkugel mit 2 Meter Durchmesser, gefertigt aus über 380m² Eichenfurnier für einen Empfangsbereich (2020).

Welche Maschinen spielen in Ihrem Produktionsablauf eine Rolle?

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit 5-Achsmaschinen, die wir für unsere Bedürfnisse konfigurierten. Damit können wir auch komplexere Projekte effizienter verwirklichen. Zusätzlich arbeiten wir mit mehreren Zeta P2 und einer Classic X Nutfräsmaschine.

Welches war das extravaganteste Projekt bisher?

Für den Olympiaturm in München fertigten wir einen steigend gebogenen Handlauf für die Treppe im Drehrestaurant. Der Kunde wollte 9, 50 Meter Handlauf am Stück. Das war so gross, dass es mit dem Schwertransport geliefert werden musste. Dort angekommen, war zuerst nicht klar, wie es nach oben gebracht werden sollte. Schlussendlich klappte es mit Hilfe des Transportlifts dann aber zum Glück doch.

Für ihre Arbeit ist Kreativität gefragt. Was macht einen guten Tüftler aus?

Ein guter Tüftler hinterfragt alles und testet die physikalischen Grenzen aus. Und er gibt nie auf! Wir erhielten den Auftrag Kopfhörerständer zu entwickeln. Wir hatten viele Ideen, aber nichts funktionierte. Einer meiner Mitarbeitenden meinte, das ist jetzt mein Baby, und hängte sich voll rein. Er überdachte Leimsysteme, Maschineneinstellungen und die Biegsamkeit des Holzes. Zum Schluss entstand ein unglaublich tolles Ergebnis , auf das wir sehr stolz sind.

Auch wir freuen uns auf weitere spannende Projekte. Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!
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